Girls'Day - Mädchenzukunftstag

Schülerinnen können an diesem Tag die technischen, handwerklichen und IT-Bereiche der TU Darmstadt besuchen. Am Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag, warten zahlreiche Labors und Werkstätten in unterschiedlichen Fachbereichen auf neugierige und begeisterungsfähige Schülerinnen.

Isabel und Vanessa,
Schülerinnen

Wir dürfen uns verschiedene Experimente anschauen und nachbauen. Das macht sehr viel Spaß!

Das gab es beim Girls'Day 2019

Neugierde auf Techniken der Zukunft

Knapp 300 Schülerinnen nutzten am 28.03. die Chance, in verschiedene Berufs- und Studienfelder der TU Darmstadt reinzuschnuppern. Zahlreiche Labore und Werkstätten öffneten den neugierigen und zukunftsorientierten jungen Frauen ihre Türen. Wer Praxis- und Theorieeinheiten kennenlernen möchte, ist hier genau richtig.

Am Donnerstagmorgen, dem 28.03.2019 versammelten sich knapp 300 Schülerinnen im großen Physikhörsaal an der TU Darmstadt. Die Spannung steigt – gleich startet für die Schülerinnen im Alter von 12 bis 15 Jahren der Girls‘ Days, der Mädchen-Zukunftstag. Um 8:30 Uhr begrüßen Herr Prof. Dr.-Ing. Bruder, Vizepräsident für Studium, Lehre und wissenschaftlichen Nachwuchs und Franziska Lach, Projektkoordinatorin „Girls’ Day“ & „Heute Schülerin – morgen Studentin“, die Teilnehmerinnen.

Getreu dem Motto „neugierig sein zu dürfen“ werden daran anschließend die Schülerinnen dem von ihnen ausgewählten Arbeitsbereich zugeteilt. Beim Girls‘ Day sollen interessierte Schülerinnen mit Experimenten für MINT-Fächer begeistert werden. Tatkräftig stehen Betreuer*innen den Schülerinnen zur Seite – so auch bei dem Institut für Sportwissenschaft.

„Wir möchten potenziellen Studierenden Einblicke in den Studierendenalltag ermöglichen und die vielseitigen theoretischen sowie praktischen Lernphasen der Sportwissenschaft vorstellen“, erklärt Sofie Nieland, Mitarbeiterin am Institut für Sportwissenschaft. Voller Begeisterung balancieren die Schülerinnen der sechsten bis achten Klasse in zwei Gruppen auf Holzbalken, um sich alphabetisch anzuordnen. So wird spielerisch in das Thema Bewegungsabläufe eingeführt. Danach testen die Mädchen verschiedene Interaktionen mit Robotern zu Bewegungsabläufen.

Optimaler Arbeitsalltag

Aber weshalb nehmen Institute eigentlich an dem Mädchen-Zukunftstag teil? „Für den Arbeitsalltag empfinde ich eine Mischung aus weiblichen und männlichen Studierenden als optimal. Es macht uns Spaß, mit jüngeren und interessierten Schülerinnen zusammenzuarbeiten, ihre Fähigkeiten zu fördern und sie für das universitäre Umfeld zu begeistern“, sagt Dr. Martin Grimmer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sportwissenschaft.

Weiter geht’s zum Bereich Elektrotechnik und Informationstechnik. Auch hier beteiligen sich die Schülerinnen aktiv. Und so löten sie unter anderem ein -Herz aus Leuchtdioden (LED). Bei so viel Engagement stellt sich natürlich die Frage, was den Schülerinnen besonders gut gefällt. „Wir dürfen uns verschiedene Experimente anschauen und nachbauen. Das macht sehr viel Spaß“, meinen Isabel und Vanessa, die am Girls‘ Day teilnehmen. Die Mädchen sollen möglichst viel selbst ausprobieren: vom Raussuchen des richtigen Bauteils über das Verbinden der passenden Elemente bis hin zum Löten machen die Mädchen alles selbst.

Bevor die Mittagspause beginnt, werfen wir noch einen Blick in den Fachbereich Physik. Schnell wird klar – Langeweile kommt hier definitiv nicht auf. Zahlreiche Experimente füllen die Physikräume. In einem Experiment wird über einen Parabolspiegel Licht eingefangen und so gebündelt, dass sich ein Streichholz entzündet. Durch den Kontakt von heißem Wasser mit dem flüssigen Stickstoff wabert eine riesige Dampfwolke über den Boden. „Richtig cool“, finden die Schülerinnen das Experiment mit flüssigem Stickstoff.

Cola vs. Cola Light

Weshalb sinkt eine normale Cola in einem Wassergefäß, während eine Cola Light schwimmt? Genau diese Frage beantwortet ein weiteres Experiment. Es ist der durch den Zucker hervorgerufene Massenunterschied bei gleichem Volumen, der den Auftrieb der beiden Flüssigkeiten bestimmt. „Der Fachbereich Physik möchte mehr Frauen für ein Studium gewinnen. Ich betrachte Physik als ein sehr spannendes und vielseitiges Feld und möchte dies gerne weitergeben“, erzählt Jana Tampe, Betreuerin des Girls‘ Days. Nach so viel Engagement muss natürlich Zeit für ein Mittagessen sein. Und so stellen die Schülerinnen auch während des Essens in der Mensa interessierte Nachfragen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass bei den Mädchen die Neugierde auf Technik definitiv erkennbar ist.

Nach dem Mittagessen geht es weiter zum Campus Lichtwiese der TU Darmstadt zum Orientierungsangebot „Heute Schülerin – morgen Studentin“, in dem Schülerinnen der Oberstufe sich intensiv über MINT-Studiengängen informieren können. Sicherheit geht vor. Um richtig für die Versuche ausgerüstet zu sein, ziehen die 5 Teilnehmerinnen eine Schutzbrille auf. Unter der Leitung von Marieke Schorstein, einer Masterabsolventin des Fachbereichs Chemie, betreten die Teilnehmerinnen ausgewählte Hörsäle und Labore, um sich ein konkretes Bild vom Unialltag zu machen.

Niklas Oefner, der ebenfalls am Fachbereich Chemie tätig ist, schlussfolgert: „Im Fachbereich Chemie an der TU Darmstadt existieren viele Wahlmöglichkeiten, was förderlich für die individuellen Karriereperspektiven ist“. Und so kann bei „Heute Schülerin – morgen Studentin“ erprobt werden, welche Bereiche die jeweilige Schülerin besonders reizen. Fest steht: Geballte Mädchenpower ist bei dem „Girls‘ Day“ und bei „Heute Schülerin – morgen Studentin“ auf jeden Fall vorhanden.

Du teilst das Interesse an naturwissenschaftlichen, technischen, handwerklichen und IT-Bereichen? Dann bist du bei dem Girls‘ Day 2020 oder Heute Schülerin – morgen Studentin 2020 genau richtig! Weitere Informationen folgen.

Ursula Ziegler

Die TU Darmstadt ist eine der führenden Technischen Universitäten in Deutschland mit einem klaren Schwerpunkt in den Ingenieurwissenschaften. Technik steht an der TU Darmstadt im Fokus aller Disziplinen. Daher beteiligt sich die TU Darmstadt nicht am Boys'Day.